Herstellung eines Wärmeverbundes zwischen der Stadtwerke Aue GmbH und der Nickelhütte Aue GmbH
Mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (kurz: GEG oder auch „Heizungsgesetz“) wurden die Anforderungen an den Einsatz von erneuerbaren Energien (EE) bei der Beheizung von Häusern drastisch verschärft. Seit dem 01.01.2024 dürfen neue Heizungsanlagen nur aufgestellt werden, wenn sie mindestens 65 % der mit der Anlage bereitgestellten Wärme mit erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme erzeugen. Technische Lösungen könnten somit sein: • Wärmepumpe • Solarthermische Anlage • Wärmepumpen-Hybridheizung (Gas, Biomasse, Flüssigbrennstoffe) • Solarthermie-Hybridheizung • (künftiger) Anschluss an ein Wärmenetz Der Anschluss an ein Wärmenetz verschiebt aber nur den sprichwörtlichen „Schwarzen Peter“, da die Fernwärmebetreiber in aller Regel primär Erdgas verbrennen, um ihre Wärme zu erzeugen. Mit dem Wärmeplanungsgesetz hat der Gesetzgeber einen zweiten großen und vor allem teuren Baustein entworfen, um die ab dem Jahr 2045 avisierte Klimaneutralität zu gewährleisten. Folgende Regelungen gelten seitdem:
Die Stadtwerke Aue GmbH (SWA) müssen somit ab dem Jahr 2030 mindestens 30 % erneuerbare Energien zubauen oder unvermeidbare Abwärme einbinden. Verrückterweise gab es schon zu DDR-Zeiten einen Wärmeverbund – in den 80er Jahren wurde dieses Projekt realisiert und kurz nach der Wende erfolgte die Stilllegung.
Wie dem auch sei, der Handlungsdruck für die SWA ist sehr groß und die NHA kann hier – prozessbedingt - helfen.
Im Herbst 2022 wurde das Planungsbüro AITP in Chemnitz mit einer Machbarkeitsstudie von Stadtwerke Aue und Nickelhütte beauftragt. In deren Ergebnis wurde die technische Umsetzung vorgeschlagen und eine erste Kostenschätzung für das Gesamtprojekt (ca. 1 Mio. €) folgte.
Nach der Zustimmung der SWA-Gesellschafter im Jahr 2024 konnte das Planungsbüro an die eigentliche Planung und Realisierung gehen. Die Bestandstrasse vor dem Clemens-Winkler-Gymnasium (Johann-Sebastian-Bach-Straße) wird über die Gabelsberger Straße bis zur Clara-Zetkin-Straße verlängert:
Für den Wärmeverbund muss nicht nur eine Warmwasserleitung (Vor- und Rücklauf ca. 800 m) verlegt werden, es muss auch ein Gebäude für die Umformerstation errichtet werden und der Neubau einer Dampf- und Kondensatleitung (ca. 300 m) ist erforderlich:
Im Rahmen der Projektkoordinierung ist die SWA für den Warmwasserteil verantwortlich und die NHA für den Dampf- und Kondensatteil bzw. das Gebäude mit Umformer. Das Planungsbüro AITP aus Chemnitz übernimmt die Verantwortung und Organisation aller Teilschritte für beide Auftraggeber. Geplant ist, dass die Inbetriebnahme im November 2026 erfolgt. Sicher, es sind noch einige Schritte zu gehen, aber die Dinge laufen so weit gut und die Fortschritte sind deutlich sichtbar:
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Die Baufirma SUD Ingenieur- und Baugesellschaft mbH führt die Hochbauarbeiten aus, wie Mikrobohrpfähle, Fundamente, Gabionenwände und auch die Verfüllung.
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Die Firma MSK - Montagen Service für Kraftwerke GmbH hat im Mai mit der Demontage der Dampftrasse begonnen, die Fertigung der neuen Medienleitungen laufen seit der 2. Septemberwoche.
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Die Dämm- und Isolierarbeiten werden ab Anfang Oktober durch die Fa. G-Tec Isolierungen GmbH durchgeführen.
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Mitte Oktober wird die Kompaktstation
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In der 42. KW wird der Umformer geliefert, eingebaut und anschließend in Betrieb genommen. Die NHA liefert somit ab November knapp 50% des Fernwärmebedarfes der Stadtwerke Aue am Zeller Berg und gewinnt dadurch einen neuen großen externen Kunde. Und ganz nebenbei bemerkt - knapp 80 % des von uns produzierten Dampfes ist unvermeidbare Abwärme.